Erste Handgriffe des Bogenschießens

Schwarzenbach a.Wald – Auf dem Fußballplatz standen die großen Zielscheiben, verschiedene Bögen und Pfeile lagen bereit. Andreas Tautenhahn begrüßte mit dem SSV Vorsitzenden Udo Spörl zahlreiche Interessierte. Mit Technik, Kraft und Konzentration schießen wie Robin Hood – Diesen Schnupperkurs hatte die CSU Fraktion mit Matthias Wenzel organisiert, um einmal Einblick in das Bogenschießen zu bekommen und die noch junge Abteilung des Vereins kennenzulernen.


Europameister Michael Meyer (Mitte) mit den Hobbyschützen


Andreas Tautenhahn (mit Mütze) gibt theoretische und praktische Einweisung in das Bogenschießen

Vier verschiedene Bögen hatte das Schützenteam mitgebracht. Der Langbogen mit hölzernen Pfeilen ist der traditionelle Bogen ohne Visier und Stabilisation. Der Olympische Recurvebogen hat ein einfaches Visier und Stabilisation. Gezielt wird aus 70 Meter Entfernung. Auf wechselnde Scheibengrößen und Entfernungen entlang eines Parcours wird mit dem Blankbogen (Recurvebogen ohne Visier und Stabilisation) geschossen. Den Bogen mit Rollensystem nennt man Compoundbogen. Hier ist die Wettkampfentfernung 50 Meter.


Jeder Teilnehmer wurde von einem Profi bei ersten Bogenschießen betreut.

Nach der kleinen Theorie durfte jeder Teilnehmer unter Anleitung mit Pfeil und Bogen schießen und die verschiedenen Bogentypen ausprobieren. Dabei wurde Tautenhahn von seinen Kollegen und der Jugendgruppe mit Enke, Hendrik und Simon unterstützt. Diese erklärten, wie der Pfeil angelegt und der Bogen gespannt wird. Das erfolgt durch das Anspannen der Sehne, indem der Arm weit nach hinten und die Hand unter das Kinn gezogen werden.


Verschiedene Bögen standen den Teilnehmern zur Auswahl

Die Pfeile flogen beim ersten Mal an den Scheiben vorbei, doch dann wurden die Treffer immer besser und bohrten sich in den verschieden farbigen Ringen fest. Wertvolle Tipps gab es auch vom frischgebackenen Europameister Michael Meyer, der vor kurzem im Trikot der Nationalmannschaft mit dem Blankbogen Mannschaftsgold geholt hatte und im Einzelwettbewerb Vierter der Europameisterschaft in Mokrice (Slowenien) geworden war.

Infos:

Bei den Bogenschützen des SSV Schwarzenbach am Wald können Schülerinnen und Schüler ab neun Jahren beginnen, nach oben gibt es keine Grenzen.

In der Freisaison (Mitte/Ende März bis Ende September) ist das Einsteigertraining auf dem Rasenplatz des SSV, montags 18 bis 22 Uhr Uhr. Für Fortgeschrittene ist Training am Freitagabend von 18 bis 20 Uhr

In der Hallensaison (ab dem 1. Oktober bis Mitte März) ist das Einsteiger-, Kinder- und Jugendtraining sonntags von 12 bis 14 Uhr in der Sporthalle über dem Schwarzenbacher Hallenbad.

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Der Wald braucht Pflege

Förster Holger Knüppel nimmt zahlreiche Bürger mit auf eine Waldbegehung. Er informiert über Durchforstung, Totholz und Nachhaltigkeit. Eingeladen hatte die CSU/ÜHL Schwarzenbach a.Wald.

Die Verantwortung für den Wald liegt auch bei vielen kleinen und mittleren Eigentümern. Diese haben verschiedene Vorstellungen über die Bewirtschaftung des Waldes, sind mit den Bäumen sozusagen mental verbunden. Hundertprozentige Patentlösungen gibt es keine, aber Revierleiter und Förster Holger Knüppel kann wie seine Kollegen vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Münchberg beraten und bei der Pflege den Waldbesitzern helfen. Das nutzen über 10.000 private und kommunale Waldbesitzer in den Landkreisen Hof und Wunsiedel.


Holger Knüppel bei seinen Erklärungen

So war es nicht verwunderlich, dass viele Interessierte zur Begehung gekommen sind. Ziel war der Stadtwald mit einigen Stationen. Dort sprach Knüppel über die Durchforstung des Waldes. Diese waldbauliche Pflegemaßnahme sollte eigentlich im Turnus von sieben Jahren erfolgen. Hier werden aus einem Bestand gezielt Bäume entnommen. Strukturen gäbe es nur bei jahrelanger Pflege. Wichtig bei der Durchforstung sei es, einen Mischwald zu erhalten, und diese Anteile müssen gesteuert werden. Dabei gilt es, auf die Nachhaltigkeit zu achten. Zur Walderhaltung sollten nur so viele Bäume entnommen werden, wie nachwachsen. Eine Kahlschlagwirtschaft wie früher gibt es nicht mehr.


Im Stadtwald sind neben fast 80 Prozent Nadelgehölzen, die von Holzwerken gebaucht werden, auch Birke und Fichte zu finden. Ein Faktor für die Fichte, die ständig Feuchtigkeit braucht, sind Niederschläge. Die gibt es in Schwarzenbach a.Wald genug. Die Birke wurde früher bekämpft, dabei ist sie eine wertvolle Baumart. Hat die Birke Moos, ist eine hohe Luftfeuchtigkeit vorhanden. „Um den Rohstoff Holz zu nutzen, müssen Wege zum Abtransportieren da sein, die Gerätschaften müssen durchkommen“ betonte der Förster und beantwortete die Fragen nach Borkenkäfern, die sich an einem kühlen Hang mit viel Luft nicht wohl fühlen, oder nach den pH-Werten des Waldbodens.


In einem Wald ist auch immer Totholz vorhanden. Darunter versteht man stehende und liegende Bäume oder Teile davon, die abgestorben sind. Es ist der letzte Entwicklungsprozess im Leben eines Baumes und bietet einer Vielzahl von Arten und Lebewesen ein Zuhause. Hier nisten Specht, Hohltaube oder Fledermaus, der Schwarzstorch sucht sich Altfichten aus.


Einen Zwischenstopp gab es bei einer riesigen Douglasie, die etwa 90 bis 100 Jahre alt sein könnte. Hier erklärte Knüppel, dass diese Baumart doppelt so schnell wie die Fichte wachse, oft bis zu einem Meter im Jahr. Sie hat eine stärkere Borke als die Fichte.


So hat es jeder Waldbesitzer in der Hand den Bestand zu steuern. Der Staatswald wird nach Plänen bewirtschaftet, Kommunalwälder werden betreut. Knüppel hatte einen detaillierten Plan dabei und erwähnte, dass es für jeden Wald eine Kartierung gibt. Hier werden Boden, Höhenlage, Klima und welche Baumarten wachsen, bestimmt. „Mein Vorgehen wird für 20 Jahre festgelegt, damit sich ein Nachfolger orientieren kann. Finde ich ein Käfernest im Wald, kann ich mit dem Plan im Laptop und GPS den Waldbesitzer gleich ausfindig machen.“

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Ehrungen bei der Frauenunion

Hannelore Korn, die Ortsvorsitzende der CSU Frauenunion Schwarzenbach am Wald konnte zu einem Ehrenabend im Landgasthaus Döbraberg zahlreiche Mitglieder begrüßen. Sie lobte die Verbundenheit der Frauen zur Ortsgruppe und verwies auf die Gründung im Jahr 1986. Damals wurde auf Anregung von Frieda Kressin im Gasthof Lindenkeller die Frauenunion gegründet.

Kreisvorsitzende Gitti Baumann und Ortsvorsitzende Ramona Hoffmann lobten die Aktionen der Frauenunion. Die CSU werde unterstützt, Besuche im Seniorenheim sind an der Tagesordnung, Unternehmen sowie Firmen werden besucht und beim Stadtfest waren die Damen immer aktiv.

Aus organisatorischen Gründen wurde das 30jährige Bestehen ein Jahr später nachgeholt. Elfriede Frank, Ursula Frank, Waltraud Peetz, Lore Pfefferkorn, Helga Ströhla und Helga Thieroff gehören zu den Gründungsmitgliedern (31 Jahre). Zenzi Opavsky, Karin Hoffmann, Lieselotte Ströhla und Rosa Hellpoldt traten vor 30 Jahren den Frauenunion bei. Karin Frank und Doris Oelschlegel sind 26 Jahre, Margitte Stöcker 22 sowie Elfriede Ströhla und Ilona Wenzel 21 Jahre dabei. Vor 18 Jahren sind Gisela Beyerlein, Claudia Widholz, Hannelore Korn und Jutta Ströhla beigetreten. Leni Ströhla und Elsbeth Uhl unterstützen die Frauenunion seit 16 und Monika Reinke seit 11 Jahren.

Eine Auszeichnung mit Urkunde und Präsent wurde für jahrzehntelange Treue zur Ortsgruppe übergeben.


Ehrungen Frauenunion Schwarzenbach a.Wald: Treue Mitglieder wurden bei der Frauenunion geehrt.

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Ökologie im Culmitztal

Wanderung der CSU/ÜHL Schwarzenbach

Festes Schuhwerk war angesagt bei der Wanderung einer Gruppe interessierter Bürger in den Culmitzgrund. Dort hatten vor Jahren Bergwachtler auch Teiche für Amphibien angelegt. Organisiert hatte die Veranstaltung die Schwarzenbacher CSU/ÜHL. Gerhard Brütting, Naturschutzreferent der Bergwacht, übernahm die Führung zu diesem artenreichen Biotop. Über 180 Pflanzenarten hat er bis heute dort kartiert.


Stadtrat Gerhard Brütting erläutert die Bedeutung des Biotops im Culmitzgrund

In den 1980er Jahren sollte im Culmitztal eine Feuchtwiese, deren Bewirtschaftung unrentabel geworden war, aufgeforstet werden. Um dies zu verhindern, gründeten die Schwarzenbacher Bergwachtler auf Initiative von Gerhard Rank den Verein „Heimatfreunde Frankenwald e.V.“. Man erwarb das Grundstück für einige hundert Mark. Seit dieser Zeit können sich botanische Raritäten, wie das Breitblättrige Knabenkraut oder am Waldrand die Türkenbundlilie ohne Bedrohung entwickeln. Mitte der 1990er Jahre entstand noch eine Teichanlage, die ausschließlich der ungehinderten Entwicklung heimischer Amphibien dient.


Festes Schuhwerk war an den Teichanlagen gefordert

Durch Aufforstungen sind in den 1960er und 70er Jahren viele artenreiche Grünflächen unserer Kulturlandschaft verschwunden. Im Culmitztal ist diese Entwicklung auf einem kleinen Areal gestoppt worden. Mit Unterstützung des Landschaftspflegeverbandes, der die Feuchtwiese einmal spät im Jahr mäht, erhalten Arten, wie der Sumpf-Baldrian oder der Flammende Hahnenfuß wieder Gelegenheit Samen zu bilden und sich zu vermehren. Im angrenzenden Wald breiten sich Leberblümchen, die Hohe Schlüsselblume und die Haselwurz aus. An den Teichrändern gedeiht neben Rohrkolben das Bittere Schaumkraut.


Mitglieder der Stadtratsfraktion der CSU/ÜHL und Gäste beim Gruppenfoto

Eine Problempflanze, die einst verbreitet vorkam, der aus dem Kaukasus eingeschleppte Riesenbärenklau, konnte durch regelmäßiges Mähen von den Bergwachtlern nahezu ausgerottet werden.


Gerhard Brütting bei seinen Erklärungen ökologischer Zusammenhänge


Das Breitblättrige Knabenkraut, eine seltene Orchidee

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Starkbierfest der Brüder und Schwestern

Politische Spitzfindigkeiten gibt es am Nockherberg, aber auch am Döbraberg. Fastenprediger Egolf betrachtet kritisch das öffentliche Leben beim Starkbierfest.

Schwarzenbach a.Wald – Mit Mönchskutte und natürlich einem Maßkrug mit durstlöschendem Bockbier in der Hand hatte Egolf (Reuther) wieder den Weg in das Landgasthaus am Döbraberg gefunden, um seine Brüder und Schwestern zu begrüßen. „Auch heute will ich kleine und große Missstände rund um das aussterbende Bergvolk hier am Rande des fast 800 m hohen Döbraberges aufzeichnen und aufdecken.“

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Fastenprediger Egolf Reuther

Auftritt fast geplatzt

Als ich kürzlich beim Innenminister Joachim Herrmann den Antrag stellte, heute hier die Fastenpredigt halten zu dürfen, wollte man mich wegen der braunen Kutte mit einem Auftrittsverbot belegen. Die Farbe Schwarz meinte ich, geht auch nicht, dann sehe ich ja aus wie der schwarze Abt aus den Edgar Wallace-Filmen. Dann habe ich zum Joachim gesagt, dann gehe ich halt nackt, da sieht man dann gleich in voller Natur, wo das Fasten noch angebracht und zweckmäßig ist. Da bekam ich ganz schnell die Ausnahmegenehmigung.

Von steigenden Abgaben

Herrscher über das kleine Reich hier am Döbraberg waren erst Dieter der Ältere, der 2002 zugunsten von Dieter dem Jüngeren abdankte und ihm das Zepter bzw. die Amtskette übergeben hat. Verwandt sind die beiden nicht, aber sie sind schwarze Brüder im Geiste. Dieter der Jüngere führt mit seinem Helfer Matthias aus dem Geschlecht der Wenzel eine Schreckensherrschaft im Verborgenen. Ständig werden die Steuern und Abgaben erhöht, die Wasser- und Kanalgebühren steigen ins unermessliche, und nicht einmal billig sterben kann man mehr, auch das Liegen im Friedhof wird immer teurer. Bruder Egolf will gehört haben, man will demnächst eine Steuer auf Katzen, Meerschweinchen, Käfigvögel und Maulwürfe einführen, nur damit sich die Bürgermeister und die Stadträte alle zwei bis drei Jahre neue Kutschen leisten können

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Die neue Ortsvorsitzende der CSU Ramona Hofmann, Egolf Reuther, Dieter Pfefferkorn

Junge Köpfe und Rollator

Eine neue Herrscherin hat auch die Schwarzenbacher CSU. Die Zeit war reif für eine junge Frau an der Spitze. Noch zu Zeiten von Franz-Josef Strauß wäre ein solcher Vorgang wohl undenkbar gewesen. Auf eine bayerische Ministerpräsidentin werden wir wohl noch ein paar Jahre warten müssen, da ist es schon eher wahrscheinlich, dass vorher der Zölibat abgeschafft wird.

„Junge Köpfe und Gesichter sind notwendig, auch in Eurem Stadtrat hier, obwohl Du, Dieter der Jüngere, Deinen Herrschaftssitz, das Rathaus, barrierefrei umbauen lassen willst, damit die Stadträte auch mit dem Rollator zu den Sitzungen kommen können. Auch ein Landeplatz auf dem Dach wäre zu überlegen, damit der Rettungshubschrauber besser starten und landen kann,“ frotzelte der Fastenprediger

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Altbürgermeister Dieter Pfefferkorn

Musik und Gschichtla

In den Trinkpausen präsentierte das Duo Döbraberg-Buam nicht nur Lieder aus der Heimat. Gerhard Lenz und Guido Hohberger sangen und spielten auch Schlager zum Mitsingen.

Amüsantes, Lustiges und auch Markantes hatte Dieter Pfefferkorn aus früheren Zeiten dabei. Da wusste der Schmidts Beck nicht, dass der Kreen in Hotels Meerrettich genannt wurde. Da war auch die Beerdigung, bei der gesungen wurde: So ein Tag, so wunderschön wie heute. Und die Salbe für Gerdas Wehwehchen bescherte ihr eine Nacht, wie in jungen Jahren.

Schlaflose Umleitung

Bürgermeister, durch die Umleitung der B 173 kam endlich nicht nur der Verkehr zu uns, es kam dann auch noch der Gegenverkehr. Langsam fahrende Rentner wurden von schnell fahrenden Lastwagen überholt und alle waren der Verzweiflung nah. Da gab es dann im Philipp-Wolfrum-Haus eine Bürgerversammmlung. Eine gute Fee ist erschienen und hat gesagt, man hätte einen Wunsch frei. Wir wollen eine Radarfalle! Und am nächsten Tag haben die kleinen grünen Männchen, aber nicht die vom Mars, im Mittelalter hat man sie noch als Räuber und Wegelagerer bezeichnet, hinter einem Holzstoß beim Marlesreuther Fußballplatz eine Radarfalle aufgebaut. Und dann hat es nur noch Ping, Ping, Ping, gemacht und sogar schnell dahingleitende Stadträte und Stadträtinnen haben wochenlang nicht schlafen können und haben um ihre Fahrerlaubnis gefürchtet.

In diesem Zusammenhang würde ich der Stadt empfehlen, zur Aufbesserung der Finanzen eine mobile Radarfalle anzuschaffen Ich rufe Euch zu, da geht was, die Stadt wird sich vor lauter Bußgeldern gar nicht mehr retten können!

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Für musikalische Unterhaltung sorgten Guido Hohenberger und Gerhard Lenz

Reservat gegen Bevölkerungsschwund

Bürgermeister, wie sieht es mit der Bevölkerungsentwicklung in Schwarzenbach aus? Die Einwohnerzahl sinkt ständig, was zur Folge hat, dass bei der nächsten Wahl sogar Stadtratsposten eingespart werden müssen. Wir könnten einen Zaun um Schwarzenbach bauen, wir wollen aber nicht verhindern, dass die Leute zu uns kommen, wir lassen alle herein, aber keinen mehr hinaus. Das ist dann quasi ein Reservat, ähnlich wie für die Indianer, eben für die letzten Ureinwohner von Schwarzenbach am Wald. Dann verkündest Du, Dieter Trump äh…. Frank , den Schwexit, der Euro wird abgeschafft und die Schwarzenbacher  Holz-Mark wird wieder eingeführt.

Bürgermeister Dieter Trump, ähh…  Frank, du hast schon viel für Schwarzenbach am Wald getan und ich hoffe auch auf die Zukunft. Ich rufe Dir zu hiermit mit aller Begeisterung zu : Dieter Frank, make Schwarzenbach a. Wald wieder great again !!!

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CSU-ÜHL-Stadtratsfraktion besucht „Weberhaus“ in Marlesreuth

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Jörg Franz demonstiert den Handwebstuhl

Marlesreuth
Die CSU/ÜHL-Stadtratsfraktion Schwarzenbach a.Wald hat kürzlich das „Weberhaus“ in Marlesreuth besucht.
Jörg Franz führte durch das Haus, das bis zum Tod von der „Kutschers Trina“, wie sie von den Marlesreuthern liebevoll genannt wurde, bewohnt war. Ihr Mann der „Kutschers Heiner“ hatte zeitlebens bei der Weberei Johann Thomas Munzert als Fuhrmann gearbeitet. Die Firma dankte ihm, indem sie den Eheleuten Wirth, wie ihr bürgerlicher Name ist, ein Wohnrecht auf Lebenszeit für das Weberhaus zugestand. Jörg Franz gab seine Erklärungen sehr anschaulich und kurzweilig. Man hat ihm gerne zugehört und bei manchem älteren Stadtratskollegen wurden Kindheitserinnerungen wach, als Jörg Franz aus der „guten“ aber sehr harten „alten Zeit“ erzählte. Es war damals kein „Honiglecken“ eine Familie zu ernähren. Die Hausweberei, die seit dem Mittelalter im Frankenwald verbreitet war, hatte sich in Marlesreuth zum wichtigsten Erwerbszweig entwickelt. 1880 zählte Marlesreuth 110 Häuser und 800 Einwohner, davon betrieben 125 Weberfamilien 185 Webstühle. Reich durch die Weberei sind die Menschen damals nicht geworden, aber ihr Blick öffnete sich für die Welt, betonte Jörg Franz. Die fast 200 Handwebstühle seien alle verstummt, denn der mechanische Webstuhl verdrängte nach und nach das alte „Wieb“ erklärte der Weberhausführer. Dieses Weberhaus sei eines der ältesten noch vorhandenen Privathäuser von Marlesreuth. Es wurde Anfang des 19. Jahrhunderts als „Trupfhaus“ erbaut und ist eines von zwei aneinander gebauten eingeschossigen Satteldachhäusern. Nach dem Tod der „Kutschers Trina“ erwarb die Stadt Naila im Jahre1989 das Haus und ließ es komplett renovieren, sodass durch dieses Weberhaus ein Stück Webertradition erhalten blieb. Die Stadt Naila hat des typische Marlesreuther Weberhaus nach fast zweijähriger Sanierungs- und Instandsetzungsarbeit als Außenstelle des Museums Naila eingerichtet. Zur Inneneinrichtung trug wesentlich der zu den letzten Handwebern gehörende Marlesreuther Adolf Franz bei, der Vater unseres kompetenten „Weberhausführers“. Er hat seine Liebe zu diesem Gebäude auch seinem Sohn ans Herz gelegt, von der sich alle Teilnehmer während dieser Führung überzeugen konnten. Fraktionsvorsitzender Matthias Wenzel bedankte sich im Namen aller Stadtratskolleginnen und Kollegen bei Jörg Franz sehr herzlich und überreichte ein kleines Geschenk.
Bernhard Kuhn

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CSU/ÜHL-Stadtratsfraktion vor dem Weberhaus in Marlesreuth. Zweite Reihe links Jörg Franz, vorne 3.v.l. Frationsvorsitzender Matthias Wenzel

 

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„Eine Stärke unserer Region ist die Vielzahl unserer Unternehmen“

Stadtrat Egolf Reuther begrüßte auf dem traditionellen politischen Aschermittwoch der CSU Schwarzenbach a.Wald Landrat Dr. Oliver Bär. Im Mittelpunkt standen Fragen, die „uns vor Ort“ betreffen. Der Gastredner blieb im voll besetzen „Hotel Döbraberg“ keine Antwort schuldig.

„Menschen zum Wohl des Landkreises zusammenzubringen“. Das hat Landrat Dr. Bär in den vergangen drei Jahren seiner Amtszeit gemacht. Dieses Motto treibt ihn auch weiter an und der Erfolg gibt ihm Recht. Vom neuen „Grünen Zentrum“ in Münchberg als einem nicht nur für unsere heimische Landwirtschaft wichtigen Projekt, von der in Fachkreisen über Hochfranken weit hinaus gefragten Fachschule für Kunststofftechnik und Faserverbundtechnologie in Rehau bis hin zu der zukunftsweisenden Errichtung eines Digitalen Gründerzentrums am Standort Hof, das als gemeinsames Projekt u. a. mit der Hochschule Hof errichtet werden wird. Das alles sind Projekte, die unseren Landkreis fit für die Zukunft machen. Und gerade das Digitale Gründerzentrum wird von unseren heimischen Unternehmen mit getragen. „Eine Stärke unserer Region ist die Vielzahl unserer Unternehmen“ hob Landrat diese Unterstützung hervor.

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Stadtrat Egolf Reuther bedankt sich bei Landrat Dr. Oliver Bär.

Die wirtschaftliche Lage des Landkreises hat sich positiv entwickelt. Mehr als 5.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze sind zuletzt im Landkreis entstanden und auch die Zahl unserer Einwohner nimmt nicht mehr ab. In den vergangenen drei Jahren wurden im Landkreis Verbindlichkeiten von mehr als 15 Mio. Euro zurückbezahlt! Das gibt Raum für Investitionen in die Zukunft, so ist z. B. der „Bauabschnitt 1a“ zu Erweiterung des Nailaer Krankenhaus bereits begonnen.

Ein Erfolgsprojekt ist die Ehrenamtskarte, die unser Landkreis eingeführt hat. Auch wenn wir in Bayern kein Vorreiter dieser Maßnahme waren, so kann man doch ein wenig stolz darauf sein, dass mehr als 300 (!) Akzeptanzstellen sich bereit erklärt haben, den Inhabern der Ehrenamtskarte Boni zu gewähren. Mit dieser Zahl liegen wir im Vergleich der bayerischen Landkreise ganz weit vorne. „Wir haben aus unseren Möglichkeiten das Beste gemacht“, so Landrat Dr. Bär. Und auch die hohe Zahl der Akzeptanzstellen zeichnet unsere Unternehmen, groß wie klein, aus. Und das ist gut so, denn ohne unsere ehrenamtlich Tätigen, wäre unsere Welt sicherlich anders. Das Ehrenamt verdiene nicht nur Respekt, sondern auch Dank.

Im Anschluss bedankte sich Bürgermeister Dieter Frank für das Engagement unseres Landrats, der auch unsere Entwicklung in Schwarzenbach a.Wald stets unterstützt.

Bernhard Widholz

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Frauenunion mit Neuwahlen

Bei der Jahreshauptversammlung erwähnte Vorsitzende Hannelore Korn die Versammlungen und Aktivitäten im letzten Jahr. Diese waren etwas reduziert, weil die Vorsitzende wegen einer Operation gehandikapt war und sich nicht wie gewohnt engagieren konnte. Gern gesehene Gäste waren sie im Seniorenheim, als sie zum Muttertag Blumen an die Bewohner verteilten. Bei den Exkursionen und Besichtigungen der Schwarzenbacher CSU waren die Mitglieder immer dabei. Für 2017 hat sich das Damenteam wieder mehr Öffentlichkeitsarbeit vorgenommen. Mit dem Ableben von Hannelore Witzgall verlor der eingeschworene Club ein aktives Mitglied.

Die nächste Versammlung mit Ehrungen ist auf den 9. Mai festgesetzt. Nach dem Kassenbericht brachten die Neuwahlen folgendes Ergebnis:

Vorsitzende Hannelore Korn, stellvertretende Vorsitzende Gisela Beyerlein, Kassiererin Ursula Frank, Schriftführerin Karin Frank, Kassenprüferinnen Elfriede Ströhla und Elsbeth Uhl sowie die Beisitzer Lieselotte Meyer, Leni Ströhla und Margitte Stöcker.

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Das neugewählte Team der Frauenunion, von links: Elsbeth Uhl, Leni Ströhla, Lieselotte Mayer, Karin Frank, Margitte Stöcker, Ursula Frank, Hannelore Korn, Gisela Beyerlein und Elfriede Ströhla

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Ramona Hofmann an der Spitze

Die Neuwahlen bei der CSU Ortsgruppe ergaben Veränderungen. Dieter Pfefferkorn und Fredi Künzel sind seit einem halben Jahrhundert Mitglieder. Zur Jahreshauptversammlung begrüßte stellvertretender Vorsitzender Egolf Reuther zahlreiche Mitglieder sowie Bürgermeister Dieter Frank und Landtagsabgeordneten Alexander König. Aktuelles aus der Politik sowie die politische Situation in Deutschland vor vielen Jahrzehnten gehörten zum Vortrag von König. Der Wohlstand unserer Bürger, der nach den Kriegsjahren geschaffen wurde, muss immer wieder erkämpft werden. Dabei sei die CSU in der BRD nur ein Teil des Ganzen, aber mit Einfluss aus Bayern.

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Das neue Team der CSU Schwarzenbach am Wald, von links: Bürgermeister Dieter Frank, Rainer Wiedel, Dominik Jahn, Christoph Künzel, Christina Grünert, Robert Rank, Ramona Hofmann, Andreas Reuther, Ulrich Voit, Bianka Klein, Egolf Reuther, Walter Neb und Siegfried Witzgall

Reuther gab in Vertretung vom Vorsitzenden Andreas Günther den Rückblick auf das letzte Jahr. Es gab das erste Starkbierfest mit Fastenprediger, die Teilnahme an mehreren Veranstaltungen, eine Winterwanderung und den politischen Aschermittwoch. Außerdem wurden zahlreiche Exkursionen und Besichtigungen von Betrieben und Geschäften organisiert, bei der auch Nichtmitglieder teilnahmen. Termine für 2017 sind das Starkbierfest am 24. März, Besichtigungen vom Weberhaus in Marlesreuth am 3. April, von der Dachdeckerei Wunder am 16. Mai, eine Exkursion am 27. Juni, Besuch der Rosenbergfestspiele am 14. Juli und die Erkundung der Burg Radeck am 25. Juli.

An diesem Abend konnten zahlreiche Mitglieder für bis zu 50 Jahren Zugehörigkeit bei der Ortsgruppe geehrt werden. Alle wurden mit einer Urkunde, der Anstecknadel und einem Präsent bedacht.

Bei den Neuwahlen stand Vorsitzender Andreas Günther nicht mehr zur Verfügung. Einstimmung für die Führungsposition wurde Ramona Hofmann aus Gottsmannsgrün gewählt. Der Weg der 30jährigen führte über die Junge Union seit dem Jahr 2007 und Beisitzertätigkeiten bei der CSU. Die stellvertretende Filialleiterin der Schwarzenbacher Sparkasse will sich den Herausforderungen stellen und setzt auf ein gutes Team mit schlummernden Ideen.

Ehrungen:

50 Jahre Mitgliedschaft: Dieter Pfefferkorn, Fredi Künzel

45 Jahre: Alwin Kirchner

40 Jahre: Robert Meiler, Karl-Heinz Wolf, Manfred Reißer, Günther Stöcker, Tillo Gebelein

35 Jahre: Dieter Will, Lothar Steeger, Matthias Wenzel

25 Jahre: Karli Gebelein

20 Jahre: Lieselotte Meyer

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Langjährige Ehrungen gab es bei der CSU Schwarzenbach am Wald, von links: Dieter Pfefferkorn, MdL Alexander König, Vorsitzende Ramona Hofmann, Karl Gebelein, Tillo Gebelein, Günther Stöcker, Lieselotte Meyer, Egolf Reuther, Manfred Reißer, Fredi Künzel, Karl-Heinz Wolf, Alwin Kirchner und Bürgermeister Dieter Frank

Ergebnis Neuwahlen:

Vorsitzende Ramona Hofmann

Stellvertretende Vorsitzende: Egolf Reuther, Walter Neb und Christina Grünert

Kassier Dominik Jahn

Schriftführerin Bianka Klein

Ausschussmitglieder: Bernhard Widholz, Siegfried Witzgall, Rainer Wiedel, Ulrich Voit, Andreas Günther, Robert Rank, Christoph Künzel, Andreas Reuther und Matthias Schmidt

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Vom Dünger bis Fischfutter

Die LVO (Landwirtschaftliche Marketing- und Vertriebs-GmbH Oberfranken) in Schwarzenbach a.Wald hat ein großes Warensortiment; das wissen die meisten Bürger nicht. Was so alles in den Lagern liegt, darüber konnten sich zahlreiche Interessierte informieren, denn die CSU Fraktion hatte eine Führung organisiert.

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Filialleiter Gerhard Wachter ist der Organisator. Seine Aufgaben reichen von Ware bestellen über den Verkauf bis zur Bestimmung der Güte und Feuchte des Getreides. Nur zur Erntezeit bekommt er von August bis Mitte September einen Mitarbeiter als Verstärkung.

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Filialleiter Gerhard Wachter zeigt die große Produktpalette

Denn da muss das Getreide angenommen, getrocknet und in Silos gelagert werden. Es gibt bei der Schwarzenbacher LVO acht Silos, in denen insgesamt 240 Tonnen Raps, Braugerste oder Futtergetreide gelagert werden können. Die ganze Lagerkapazität beträgt 600 Tonnen. 2000 Tonnen Getreide werden im Jahr umgeschlagen. Der gelieferte Raps wird an Ölmühlen, z.B. nach Mannheim, Braugerste an Mälzereien (Kulmbach oder Bamberg) weiter befördert.

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Vor der Besichtigung der Hallen, die Dünger oder Futtermittel beinhalten, durften sich die Teilnehmer miteinander auf die große Waage stellen, die bis zu 20 Tonnen wiegen kann.

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Teilnehmer stehen auf der Waage der LVO.

Wachter erklärte auch die Steuerung, mit der die Reinigung und Trocknung für das ankommende Getreide erfolgt. Hier hat die LVO ihre festen Kunden, aus einem Umkreis von 25 Kilometer. Brauchen die Landwirte Dünger, werden die Anhänger direkt über ein Förderband beladen. Auch Kalkstreuer werden ausgeliehen.

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Die LVO führt Produkte nicht nur für die Landwirtschaft, hier kann jeder Bürger einkaufen: Mausfallen, Wespenspray, Schneckenkorn, Gartenbedarf, Vogelfutter, Streusalz, Spritzmittel, Grill- und Heizkohle, Futter für Vieh- und Geflügel oder Fisch. Im Herbst gibt es zusätzlich Äpfel und Weißkraut.

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Gerhard Wachter erklärt die Steuerung der Getreidetrocknungsanlage.

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Die Getreideanlieferung

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